Hoodie Hudie

Eigentlich brauchte ich nicht noch einen Hoodie. Nicht dass ich einen Schrank voller Hoodies hätte, eine Hand reicht locker, die abzuzählen. Wenn, dann habe ich eher das Gefühl, noch eine Kapuzenjacke zu brauchen und dafür hacke ich schon mal einen Hoodieschnitt. Aber da der Jackenstapel inzwischen eher sehr hoch ist (und/oder das entsprechende Fach im Schrank zu klein), bestand auch daran nicht wirklich Bedarf.

[Werbung/Kooperation*] Uneigentlich ging es mir wie so einigen in Danies Probenähteam. Einen Hoodie brauchten wir eigentlich nicht, Hudie uneigentlich aber unbedingt. Warum? Die Taschen!

Nicht dass ich noch einen Hoodie gebraucht hätte, aber ich wollte unbedingt diese tollen Eingriffstaschen nähen. Die Taschenbeutel sind im Vorderteil angeschnitten und werden mit einem Seitenteil in die Seitennaht miteingefasst  – das zuweilen friemelige Aufnähen von Hoodietaschen entfällt.

Dominique aka kreamino hat mich dann im Probenähen mit den farblich abgesetzten Seitenteilen angefixt. Das sieht nicht nur toll aus, das schmeichelt, dunkel abgesetzt, auch der nicht vorhandenen Taille.

Eigentlich brauchte ich nach wie vor keinen weiteren Hoodie, eigentlich war ich mit einer dicken Erkältung quasi ausser Gefecht gesetzt und eigentlich hatte ich auch gar keinen Sweat in ausreichender Menge vorrätig. Und dennoch hat es mich nicht losgelassen. Uneigentlich habe ich dann doch genäht – aus einem gut abgelagerten Sweat, der erst für den grossen Sohn, dann für die Maxi-Tochter gedacht war. Ja, und nun ist es eben meiner geworden.

Passend zum kleinen feinen schwarzen Strichmuster des Hauptstoffes habe ich einen Rest schwarzen Sweat kombiniert. Die Farbe – dusty green – war erst einmal ziemlich ungewohnt an mir – so kann’s gehen, wenn frau Stoffe vernäht, die eigentlich nicht für sie gedacht waren. Uneigentlich wurde fast zeitgleich  mein neues Dreieck-Häkeltuch fertig, das farblich überraschend perfekt passte. So verkehrt scheint die Stoffzweckentfremdung doch nicht gewesen zu sein.

Ein bisschen haben mich die Kinder – die um den Stoff beraubten wie auch die anderen beiden – um meinen neuen Hoodie beneidet, also eigentlich mehr um die Taschen. 😉 Denn da passte perfekt der Munitionsvorrat für die Blätterschlacht rein. Eigentlich. Uneigentlich hat die Rasselbande das durch Einsatz und Schnelligkeit tausendfach wettgemacht und ich war vor allem die Beworfene, zumal ich auch noch versuchte, gleichzeitig einigermassen freundlich in die Kamera zu schauen.

Die Kuschelkragen-Kapuze kam gerade richtig bei meiner Erkältung und der herrschenden Bise an diesem Nachmittag, zumal mir auf dem Heimweg die Töchter das Tuch abgebettelt hatten (und das ist noch freundlich ausgedrückt), da es wirklich so kalt war.

Eigentlich bin ich jetzt gut eingedeckt für die kalten Wintertage. Uneigentlich brauche ich jetzt vielleicht doch noch ein Hudiekleid? Oder einen weiteren Hudie … Eigentlich sollte ich das tolle Lookbook nicht durchschauen, das führt nämlich ganz uneigentlich zu dringenden Bedarfsgefühlen.

Eigentlich habe ich also genau diesen Hudie noch gebraucht. Und ihr? Trägt ihr noch Hoodie oder näht ihr schon Hudie?

Habt’s fröhlich und gemütlich,
Kathrin

 

Schnitt: Hoodie Hudie von Prülla (der Schnitt wurde mir im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt).
Stoffe: Bio-Sommersweat Curious Bear dusty green Kombi von Bloome Copenhagen, dazumals gekauft im Stoffbüro. Sommersweat, Jersey und Bündchen in Schwarz aus meinem Stoffvorrat.
verlinkt bei: SewLaLa, Du für dich am Donnerstag, bio:stoff

*Werbung | Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Schnitt wurde mir im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt. Ich nähe und zeige aber nur, was mir wirklich gefällt. Auf meinem Blog vertrete ich meine Meinung.

4 Gedanken zu „Hoodie Hudie

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