Mission Kuscheltiere I Nähen mit Kindern

Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass ein zwei Stofftiere pro Kind genug sind. Die Kinder dagegen finden, dass auch zehn bis zwölf Stofftiere pro Kind noch viel zu wenige sind. Und wie schon „Hansdampf im Schnäggeloch“ wollen sie meist unbedingt das, was sie noch nicht haben: einen Hasen, einen Tintenfisch, eine Maus, einen Igel, einen Drachen, … aber irgendwie beissen sie mit ihren Zoovergrösserungswünschen bei mir immer auf Granit.

Nun haben die Kinder aber eine Strategie gefunden, wie sie mich doch zumindest ein bisschen auf ihre Seite bringen; für gute Argumente habe ich eigentlich immer ein offenes Ohr. Und die die Rasselbande hatte das Glück bzw. Michaela von DIY-Shop by Heartdeco auf ihrer Seite, mich für die Mission Kuscheltiere zu gewinnen: Michaela fragte mich für eine Kooperation in Sachen Sicherheitsaugen an und ich sagte ja. Und der Rasselbande erklärte ich: Jetzt näht ihr!

Die Kinder durften sich mit mehr oder weniger konkreten Ideen in Michaelas Shop Augen aussuchen, klar, dass da die Glitzer-Augen in der Auswahl landeten, aber auch kleine Knopfaugen und Comicaugen fanden den Weg ins Körbchen. Die Auswahl an Farben, Grössen und speziellen Augen ist gross und beflügelt das Ideenkarussel, was man damit alles anstellen könnte. Plötzlich erwischte selbst ich mich dabei, wie ich immer neue Stofftiere fand, die wir unbedingt noch brauchen könnten.

Die Wahl des grossen Sohnes fiel auf einen Wal. Auf der Suche nach einer konkreteren Vorstellung, wie dieser Wal denn aussehen könnte oder sollte, stiessen wir auf den Jeans-Wal von valaan villapaita und nach etwas Weitersuchen auf eine deutsche Anleitung dazu auf rundherumblog. Der alten und kaputten Jeans des Herzensmann wurde nun neues Leben eingehaucht. Den Zuschnitt und auch die ersten Nähte meisterte der Sohn selbständig; beim Wenden und den etwas kniffligeren Nähten, die sich vor allem beim Zusammensetzen der einzelnen Teile zum Walkörper ergeben, bedurfte es meiner Hilfe. Das Stopfen war dagegen wieder Chefsache. Ich finde den Wal richtig cool – so cool, dass ich aus einer zweiten Jeans und einem anderen Stoffresten gleich auch noch einen nähen musste. Wie war das jetzt mit „wir brauchen keine Stofftiere mehr!“ … ups.

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Die Maxi-Tochter verlor ihr Herz an das Tier, das über mehrere Herzen verfügt: eine Krake. Wieder durchstöberten wir das Netz und blieben am Kraken-Ebook von Aleksio hängen. Die Maxi durchwühlte mit ihren zielsicheren Fangarmen die Restenkiste und fand einen dunkellilanen und einen bunt getupften Jersey für ihre Krake, eine tolle Kombination, wie ich finde. Den nicht ganz einfachen Zuschnitt meisterte sie bravourös, das Verstärken mit Vliesline (was wir gescheiter vorher gemacht hätten…) habe ich dann übernommen. Mit etwas Geduld und Unterstützung an den kniffligen Stellen ist auch dieses Projekt zu schaffen, auch wenn es wie der Wal kein Kinder-Anfänger-Projekt ist.

Mit der Midi-Tochter entschied ich mich für ein Projekt aus einem Kindernähbuch: Abpausen des Schnittmusters, Stoffwahl (ein Traum, wie ich finde), Zuschnitt und Nähen meisterte die Midi, die das erste Mal überhaupt an der Nähmaschine sass, mit Bravour und brauchte mich lediglich zur moralischen Unterstützung. Nur die Augen, den Schnabel und die Zierbänder brachte ich an, den Rest nähte die überstolze Tochter selber – kein Wunder hat sie ihre Eule vom ersten Augenblick an ganz fest in ihr Herz geschlossen.

Und die Mini-Tochter? Sie hat eine lange Wunschliste bzw. Bestellung geschrieben, was ich für sie alles nähen muss! Und ja, die wächst von Tag zu Tag. Wahrscheinlich darf das Häschen (das kleine Geschwisterchen von diesem Häsli) oder der grosse und – wie die Kinder sagen –  „verliebte“ Wal bei ihr einziehen. Und ja, die Kinder haben mich rumgekriegt, es werden nicht die letzten Stofftiere gewesen sein, die hier einziehen bzw. von der Nähmaschine springen (zumal es eine super Restenverwertungsmöglichkeit ist). Die Chancen der Mini, dass der eine oder andere Wunsch vielleicht doch noch erfüllt wird, stehen also nicht allzu schlecht.

Die Sicherheitsaugen bestehen aus zwei Teilen, dem Auge mit einem Gewinde (ähnlich einer Schraube) und einem Gegenstück, in welches das Gewinde einrastet. Dadurch entstehen unlösbare Verbindungen, daher der Name Sicherheitsaugen. Das Anbringen (vor dem endgültigen Zusammennähen) ist keine Hexerei, bei Michaela von Heartdeco findet ihr auch ein Tutorial dazu. Und die Augen machen echt Spass!


Also, wenn ihr ein Idee für eine Ferienbeschäftigung mit euren Kindern oder für ein Weihnachtsgeschenk sucht, dann stöbert mal im DIY-Shop von Michaela, da wird euch bestimmt die eine oder andere Idee kommen.

Tierische Grüsse
Kathrin & die naadisnaatische Rasselbande

 

Sicherheitsaugen/Stoffe: DIY-Shop by Heartdeco, die Augen wurden uns im Rahmen einer Kooperation zur Verfügung gestellt. Die Stoffe sind alle aus meinen Restekisten und Stoffschatzkammern.
Schnitte/Anleitungen: Wal nach Valaan villapaita und rundherumblog.de I Krake, Ebook von Aleksio I Patchwork-Eule aus ‚Näh mit! Die Kindernähschule‘ von Ina Andresen & Brit Kipcke, frechverlag 2012
verlinkt bei: Creadienstag, Handmade on Tuesday

 

 

 

 

 

3 Gedanken zu „Mission Kuscheltiere I Nähen mit Kindern

  1. Ani Lorak

    Wie nett und durch die Augen so besonders. Hier leben auch einige Kuscheltiere. Unser Sohn hatte drei: Tiger, Bruno und Sophie, wobei wir Sophie 2x ersetzen mussten. Eine rote Sigikid-Giraffe, die erste war von seiner Cousine… Naja. Ich habe mir immer vorgenommen, ihm eine neue Giraffe zu nähen, aber das schiebe ich schon länger… Schöne Freunde haben sich Deine Kinder ausgesucht, die bleiben bestimmt.

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  2. kreatives Tohuwabohu

    Hihi, die lieben Stofftiere… ich staune, dass meine Kinder überhaupt noch Platz in ihren Betten finden zwischen all ihren Stofftieren und trotzdem darf’s immer noch „eins mehr“ sein.
    Die Selbstgenähten sind ja eh die schönsten und liebsten und deshalb dürfen sie alle gerne selber ihre Tiere nähen. Nur Sicherheitsaugen haben wir noch nie verwendet, wir nähen meist einfach Knöpfe an. Aber mit diesen tollen Augen werden die Tiere gleich noch viel lebendiger… und Stoffreste sind auch immer genug da.
    Superschön sind eure Tiere!

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