Beste-Reste-Weste

dsc_8138-klIm Herbst habe ich mir mal ganz bewusst Zeit genommen für Projekte, die schon länger auf Umsetzung warten. Ein Projekt, das gefühlt schon mindestens ein Jahr auf diesen Moment gewartet hat, war ein Wunsch des Herzensmannes und zudem einer, den ich ihm nur zu gerne erfüllen wollte: eine Waldläufer-Weste nach dem Schnitt von Rabaukowitsch.

dsc_8148-klDas Schnittmuster lag schon ewig ausgedruckt und geklebt und bereit für den Zuschnitt da – und dieser Trick, um zu verhindern, dass Projekte nicht auf die lange Bank geschoben werden, funktioniert bei mir sonst echt fast immer. Die Stofffrage war zu einem grossen Teil auch schon lange geklärt – da sich alle Stoffe schon in meinen Schatzkammern verbergen sollten. Und dennoch wollte es trotz geduldigem Nachfragen des Mannes und steigenden schlechten Gewissens meinerseits einfach nicht – bis zum Herbst.

dsc_8143-klManchmal ist der richtige Moment einfach da: Da war der Wunsch, endlich diese viel zu lange liegengebliebenen Herzensprojekte umzusetzen – und da war ein neues Stoffreststück, das wohl einfach das noch fehlende Puzzleteil war.

dsc_8157-klDenn es war vom ersten Moment an mein Plan, für die Weste ausschliesslich Reststücke zu verarbeiten. Nicht, dass mir für meinen Mann nur Reste gut genug wären, das wäre ja noch schöner. Vielmehr wollte ich gut gehortete Reststücke von Lieblingsstoffen zu weiteren Lieblingsstücken verarbeiten. Von Anfang an gesetzt war der Rest des heiss geliebten Palouis aus dem Piqué Sweat von Lillestoff. Und naadisnaa sind weitere potentielle Stücke dazugekommen.

dsc_8152-klUnd als ich so zwischen all meinen ausgebreiteten Stoffen sass und probierte und überlegte, fiel mein Blick aufs allerallerletzte kleine Stück des Strickpunktes camel/bordeaux (hier und hier) aus dem Stoffbüro – und die Rückseite davon war das besagte fehlende Puzzleteil. Ein weiterer Lieblingsstoff, der bis aufs letzte Fitzelchen verwendet werden wollte. Gereicht hat es gerade noch für die seitlichen Einsätze und die Schulterpassen.

dsc_8162-klPassend dazu habe ich die Reststücke des Jersey in Bordeaux und des Bündchens in Bordeaux aus dem Stoffbüro verwendet und aufgebraucht (vom Jersey liegt inzwischen bereits wieder was im Regal). Für das Kapuzenfutter, Fake-Paspeln und Kinn- und Windschutz habe ich noch ein ebenfalls gut gehütetes Stück rost-melierten Jerseys gefunden.  Das Leder für die Kordelenden habe ich zuunterst in der Bastelkiste in einer kleinen Tüte mit ein paar wenigen kleinen Lederresten noch von meiner Mutter gefunden.

dsc_8170-klVon wegen Resten-Projekt: Ein ‚Best of‘ ergibt zusammen ein neues Lieblingsstück! Ich glaube, ich bin dann noch einmal in meinen Stoffschatzkammern am Stöbern, vielleicht finde ich ja noch Zutaten für ein Weihnachtsgeschenk. 😉 Denn manchmal reichen kleine Schätze auch für grosse Herzensprojekte.

dsc_8154-klUnd ja, den Wunsch nach einem kleinen Flugzeug-Label habe ich dem Herzensmann natürlich auch sehr gerne erfüllt.

Und ihr, seid ihr nun auch schon am Stöbern in euren Schatzkammern? Ich wünsche euch viel Freude dabei,
Kathrin

 

Schnitt: Wooldlöper Weste von Rabaukowitsch
Stoffe: Piqué Sweat und Jersey rost-meliert von Lillestoff I Strickpunkt camel/bordeaux (Rückseite), Bündchen und Jersey bordeaux aus dem Stoffbüro I gefüttert ist die Weste mit den Reststücken einer zerschnippelten Fleecedecke vom Möbelschweden 😉
verlinkt bei: Handmade on Tuesday, ich näh‘ Bio, Für Söhne und Kerle, bio:stoff

 

 

 

 

3 Gedanken zu „Beste-Reste-Weste

  1. k didit

    die weste sieht einfach hammermäßig aus und man sieht dem herzensmann auch an, dass er damit überglücklich ist. manchmal braucht gut ding auch ein bisserl weile und gut gelagert ist nie schlecht… 🙂
    lg aus wien,
    kathrin

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  2. lisa*

    …die farbkombi ist ganz zauberhaft. als hättest du die stoffe alle extra für dieses projekt gekauft. aber dass es sich um ein resteverwertungsprojekt handelt finde ich noch viel cooler!
    liebe grüße, lisa*

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